Nachdem die A 14 zwischen den Anschlussstellen Seehausen-Nord und Wittenberge bereits seit gestern für den Umleitungsverkehr zur Verfügung steht und auch die Anliegergemeinden über eine extra errichtete Behelfszufahrt angebunden sind, können nun die geplanten Arbeiten zum Abriss des alten Bauwerks beginnen.
„Es tut gut zu sehen, dass es auch anders geht und wir die nächsten Arbeiten für die neue Brücke wie geplant und termingerecht in Angriff nehmen können“, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens heute in Magdeburg. „Die Zusammenarbeit mit den Landkreisen, der DEGES und der Autobahn GmbH lief dabei Hand in Hand“, fügte sie hinzu. „Besonders freut mich, dass wir gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden haben, um den Elbanrainern lange Umwege während der Bauzeit zu ersparen“, hob Lydia Hüskens hervor.
In den ersten zwei Wochen werden zunächst noch Materialproben für die Deklarierung der Ausbaustoffe genommen und Hilfsstützen unter die Brücke gesetzt, die für den Rückbau und auch für den Neubau der Strombrücke benötigt werden. Erst danach kann mit dem schrittweisen Rückbau der Brücke begonnen werden.
Zuerst wird der Asphalt auf der gesamten Länge abgefräst. Anschließend werden die Vorland- und die Strombrücke erleichtert, indem Fahrzeugrückhaltesysteme, Geländer und Brückenkappen zurückgebaut werden.
Die Vorlandbrücke besteht aus einer Stahlverbundkonstruktion. Zunächst wird die Fahrbahnplatte feldweise – beginnend am Trennpfeiler zwischen Vorland- und Strombrücke – abgebrochen. Danach wird die Stahlkonstruktion ausgehoben und in transportfähige Teile zerlegt. Abschließend werden Pfeiler und Fundamente zurückgebaut.
Der Rückbau der Strombrücke erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird ein rund 92 Meter langes Segment aus dem Stromfeld herausgetrennt, auf einen Ponton abgesenkt, an Land gebracht und so zerlegt, dass es weitertransportiert werden kann. Nach dem Ausbau dieses Mittelteils werden die beiden verbleibenden Randfelder herausgezogen; das nördliche Randfeld nach Norden, das südliche nach Süden.
Der vollständige Rückbau beider Teilbauwerke dauert voraussichtlich acht Monate, soll also im nächsten Frühjahr abgeschlossen sein.
Für den anschließenden Ersatzneubau sind weitere rund zweieinhalb Jahre eingeplant. Im Herbst 2029 soll die neue Brücke für den Verkehr freigeben werden.
Die Kosten für Abriss und Neubau sowie den Ausbau der Straßenanschlüsse auf sachsen-anhaltischer und Brandenburger Seite belaufen sich voraussichtlich auf rund 120 Millionen Euro.
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